Agenda Petershausen

Unverpackt

Nachhaltiges Weihnachten

Weniger ist mehr
Statt immer neuer Geschenke: Selbst­gebasteltes oder Second-Hand, Gut­schein oder Geldgeschenk, Zeitge­schenke, Spenden für wohltätige Zwecke als Geschenk, klare Absprachen vor Geschenkeeinkauf oder "Wichteln". Durch Fehlkäufe und Verpackungsmüll steigt der Abfallberg nach Weihnachten Schätzun­gen zufolge jedes Jahr um 20 Prozent. Der Lieferverkehr verschmutzt die Luft und ist oft mit schlechten Arbeitsbe­dingungen verbunden.

Kein beschichtetes Geschenkpapier
Das Recycling von Geschenkpapier mit Kunststoff- oder Alubeschichtung ist unmöglich oder sehr aufwändig. Zur Ent­sorgung von solchem Verpackungs­material sollte der Wertstoffhof befragt werden. Als Geschenkverpackung eignen sich auch Zeitschriftenblätter, Poster, Stoffreste oder Beutel aus Filz.

Lebensmittel verpackungsfrei+regional
Beim Einkauf der Zutaten für die Fest­tagsmahlzeiten regionale Produkte wählen und auf möglichst wenig Ver­packung achten! > Mehr Tipps

Kommunale Agenda 21 Petershausen

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Die Agenda-21-Gruppe arbeitet nach dem Grundprinzip Nachhaltigkeit auf den Gebieten Ökonomie und Ökologie sowie im sozialen Bereich. Inzwischen beziehen wir auch die 17 Ziele einer nachhaltigen Entwicklung mit ein, wie sie 2015 von den Vereinten Nationen in einem drei Jahre dauernden Prozess mit aktiver Teilnahme der deutschen Bundesregierung erarbeitet wurden.

Wir treffen uns alle zwei bis drei Monate montags im Sitzungssaal des Rathauses Petershausen jeweils um 20 Uhr. Die Treffen sind öffentlich, Interessenten sind auch ohne Voranmeldung willkommen. Die nächsten Termine:
02.12.19, 03.02.20, 04.05.20, 05.07.20, 05.10.20, 07.12.20.

Protokolle der Treffen

2019: 09.10. 01.07. 06.05. 04.02.
2018: 03.12. 01.10. 02.07. 07.05. 05.02.
2017: 04.12. 02.10. 03.07. 08.05. 06.02.
2016: 05.12. 10.10. 04.07. 02.05. 01.02.
2015: 07.12. 05.10. 06.07. 04.05. 02.02.

Jahresrückblick:
2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012
2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005

Aktuelles

P-Town for Future am 20.09.19
Am 20. September 2019 haben sich auch in Petershausen unter dem Motto "Fridays for Future" Menschen zusammengefunden, die dem Klimawandel etwas entgegensetzen wollen, die sich wehren, wenn Politik und Industrie ein "Weiter so" betreiben wollen. Am Pertrichplatz sammelten sich schon vor dem offiziellen Beginn um 14 Uhr die Kinder der Aktiven Schule Petershausen (ASP) und sangen zusammen mit Eltern, Lehrern und Schulleitung ein eigens für diesen Tag geschriebenes Lied:

Fridays for futureIn friedlichem und schönem Rahmen demonstrier‘n wir heut zusammen hier in Petershausen draußen. Wir Kinder gehen auf die Straße, tragen T-Shirts und Plakate, Luftballons und Lutchscher - Fridays for Future. We feel free - ASP, oh wie scheh, ASP, colegio activo, ASP.
Wälder brennen, Gletscher verenden, können wir das noch abwenden? Jeder kann was tun - und zwar nun! Den CO2-Ausstoß begrenzen, unsere Erderwärmung bremsen, 1,5 Grad, die reichen grad. We feel free - ASP ...
Wir wollen auch morgen leben, wir müssen die Erde schonen, wollen menschenwürdig wohnen - noch in Generationen! Einhaltung vom Pariser Ziel, wichtig und für uns kein Spiel. Das ist doch nicht zu viel - und hat Stil. We feel free - ASP …
Wir wenden uns an Volksvertreter, Politiker und schlaue Redner: "Haltet euer Versprechen, nur nicht schwächeln!"
Unsere Welt ist ruiniert, wenn Ihr nicht schnell reagiert und wird unser Klima - immer schlimmer. We feel free, ASP …

Die Schüler hatten auch viele verschiedene Schilder gemalt. Außerdem konnte man noch verschiedene andere Aufschriften finden:

Ganz konkret wurden von Borkenkäfern befallene Hölzer in verschiedenen Stadien gezeigt, auch einige Maden konnten betrachtet werden. Seit den extremen Trockenzeiten sind immer mehr Wälder von diesem Schädling befallen, Bäume sterben ab.

Es kamen viele weitere Teilnehmer, darunter Vertreter vom Bund Naturschutz und Gartenbauverein, der Freien Wähler, der Grünen und der SPD Petershausen. Auch Bürgermeister Marcel Fath und sein Stellvertreter Wolfgang Stadler waren da. Fast zwei Stunden lang wurden Rufe skandiert und Gespräche geführt. Von den ausgelegten Flyern "Strom aus der Steckdose? Energie aus der Region!" fand vor allem der neueste regen Zuspruch, wo Mythen um die Energiewende genannt und fundiert widerlegt werden. Mit 150 Teilnehmern konnte Petershausen zwar nicht unbedingt einen wesentlichen Beitrag zur Millionenzahl an Demonstranten beitragen, aber vielleicht wurde im Gespräch der eine oder andere davon überzeugt, dass er jetzt und selbst etwas gegen die Auswüchse der Energiewende tun kann.

Klimademo "Freising for future" am 01.09.19
Interessant war hier die Verbindung von Dritte-Startbahn-Gegnern und Klima-Aktivisten, also haben viele Aktive auch aus der "Anti-Dritte-Startbahn"-Ecke teilgenommen. Schließlich schränkt auch ein niedrigeres Angebot von Flughafenkapazitäten nicht nur die Anzahl von Flugbewegungen und den Fluglärm ein, sondern reduziert so (zumindest im eigenen Verantwortungsbereich) die CO2-Emissionen ganz erheblich.

DemoEs gab zahlreiche Redebeiträge, unter anderen auch von Dr. Magerl, der dem Zusammen­schluss der Aktiven regelrecht eine Brücke baute, als er sagte: "Hier hat die Bayerische Staats­regierung eine gute Gelegenheit, zu beweisen, dass sie es nun mit dem Klimaschutz und den angekündigten Maßnahmen zur CO2-Reduzierung wirklich ernst meint, indem sie ein für alle mal das Projekt Dritte Startbahn vollständig beendet."

Wenn man nun meinen würde, dass primär Jugendliche oder gar Kinder an der Demo teilgenommen hätten, so trifft das nicht zu, wenn, dann kamen viele in Begleitung ihrer Eltern, es waren aber vor allen Dingen Erwachsene im besten Alter inkl. überraschend vieler Senioren beteiligt. Von einer "Verhetzung von Kindern oder Jugendlichen" durch politisch suspekte Gruppen kann überhaupt keine Rede sein, die Demonstranten scheinen sehr offensichtlich aus eigener Überzeugung teilgenommen zu haben, die Stimmung war gut und friedlich.

Man kann vermuten, dass die Klimademos in dieser Form auch den Zielen der Dritte-Startbahn-Gegner dienlich sind, denn es ist einfach sinnvoll, Flugreisen zur Vermeidung von CO2 deutlich einzuschränken, Startbahnen werden dann einfach überflüssig. Und bei diesen eingeschränkten Flugbewegungen ist es immer noch sinnvoller, wenn grüne Aktive in die Welt fliegen, um irgendwo Baumanpflanzungen in monatelanger Arbeit anzulegen, statt dass Urlauber z.B. nach Thailand jetten, um dort in einem „All-Inclusive-Hotel“ eine Woche im Dauerrausch zu verbringen, ohne danach wirklich genau zu wissen, wo sie überhaupt waren. (D. Lange)

Strom aus der Steckdose?
Die Agenda-21-Gruppe veröffentlicht im Mitteilungsblatt der Gemeinde Petershausen in Zusammenarbeit mit dem Energieforum Petershausen e.V. und der BürgerEnergie HaPeVi eG regelmäßig informative Beiträge zum Thema Energie. Unter dem gemeinsamen Motto "Strom aus der Steckdose?" stehen sie auch im Flyer-Format als PDF zur Verfügung.

FlyerFolgende Flyer sind erschienen:
1. Regenerative Energien (1,3 MB, 12/16)
2. Photovoltaik (0,35 MB, 2/17)
3. Windkraft (0,8 MB, 5/17)
4. Elektromobilität (1 MB, 6/17)
5. Biogasanlagen (0,5 MB, 9/17)
6. Solarthermie (0,4 MB, 10/17)
7. Wir schaffen das! (0,5 MB, 1/18)
8. Mythen um die Energiewende (0,6 MB, 9/19)


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